Heute habe ich diesen Text auf FB gefunden und möchte anstatt Ihn nur zu teilen hier einstellen. Er ist  treffend und beinhaltet was das Züchterherz bewegt.

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Keine unangemeldeten Besuche beim Züchter!

Eine Zuchtstätte ist kein Streichelzoo, den man je nach Laune mal aufsuchen kann, weil man am Wochenende irgendwie gerne Welpen gucken möchte. Die Welpenaufzucht ist ein 24-Stunden Job. Deshalb wird auch ein Züchter – wie jeder andere Mensch auch – einmal ungeduscht, ungekämmt und in Jogginghose den Tag verbringen wollen. Oft ist das mit einem Wurf von acht oder mehr Welpen auch nicht anders möglich. Jedem ist es deshalb mehr als unangenehm, wenn man in diesem Outfit plötzlich wildfremde Menschen empfangen muss. Und dies hat nichts damit zu tun, etwas verbergen oder einen guten Eindruck machen zu wollen. Es ist schlicht unanständig vom Besucher, unangemeldet zu erscheinen.
Ich finde es nicht nett, wenn fremde Menschen die wissen das man gerade viele Welpen hat, nur zum gucken vorbei kommen möchten, denn die Zeit die man sich dafür nehmen muss, muss man später wieder aufholen und wenn der Besuch weg ist, muss man erstmal seine Arbeit machen, die man schön längst erledigt hätte-ohne Besucher.

Die erste Kontaktaufnahme mit einem Züchter:

Üblicherweise wird mit dem Züchter zunächst per Mail oder telefonisch Kontakt aufgenommen. Beide Seiten können sich bereits einen ersten Eindruck voneinander machen. Im Telefongespräch können oft schon wesentliche Dinge geklärt werden. Zum Beispiel ist es manchen Käufern wichtig, ausschließlich einem Rüden oder einer Hündin ein neues Zuhause zu schenken. Sind alle Welpen des gewünschten Geschlechts bereits vergeben, erübrigt sich ein persönlicher Besuch.

Freunde, Nachbarn und Hundeexperten: Mit Fremden anreisen?
Grundsätzlich ist es erwünscht, wenn alle Familienmitglieder, die später mit dem Hund in einem Haushalt leben, den Züchter besuchen. Man sollte allerdings den Züchter vorher darüber informieren, wie viele Personen insgesamt kommen. Es ist nicht so toll, Bekannte, Freunde oder entfernte Verwandte ungefragt auch einzuladen und im Kleinbus anzureisen.

Der Kaufpreis:

Welpen zu verkaufen hat nichts mit Marktplatz zu tun. Züchter betreiben eine verantwortungsvolle Zucht, die kosten- und zeitaufwendig ist. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass ein Züchter von sich aus den Kaufpreis reduziert, weil ein Welpe zum Beispiel später von der Zucht ausgeschlossen sein wird. Wer anfängt zu handeln macht sich nicht gerade beliebt. Und das zu Recht, denn es erweckt den Eindruck, der Käufer wolle nur einen preiswerten Welpen ohne Rücksicht auf Zuchtlinie, Gesundheit und Charakter.

Der Umgang mit den Welpen

Bei jedem Kontakt mit den Welpen sind die Wünsche des Züchters zu befolgen. Nicht immer greift hier der Standardspruch „Da müssen die durch“ oder “ Das gehört dazu“. Gerade die ersten Wochen im Leben eines Hundewelpen sind eine extrem empfindliche Phase. Was hier schief geht, kann oft nur sehr schwer wieder korrigiert werden.
Unsere Welpen dürfen erst frühestens ab der 3. Lebesnwoche besucht werden. Und auch da darf man nur gucken und sie noch nicht anfassen.

Man fährt nicht erkältet oder mit Rotznase (auch Kinder die erkältet sind sollen nicht mitgebracht werden) zum Züchter. Menschen können Erkältungsviren auf Welpen übertragen (jedoch nicht umgekehrt).

Abhängig vom Alter der Welpen, darf wenn überhaupt, nur eine begrenzte Anzahl Personen das Wurfzimmer betreten. Auch eine gründliche Desinfektion der Hände ist in den ersten Lebenswochen erforderlich, um die Welpen vor Infektionen zu schützen. Diese Dinge erübrigen sich natürlich, wenn die Welpen bereits 5-6 Wochen alt sind und die Welt außerhalb ihres Wurfzimmers erkunden.

AUCH BESUCHERHUNDE DÜRFEN NICHT MITGEBRACHT WERDEN, da Züchter meist mehr als 1-2 Hunde besitzen. Es beunruhigt die Mütter und bringt Unruhe in das Rudel. Es gefärdet die Welpen (Keime und Viren) und ist bei Züchtern absolut nicht üblich und unerwünscht. Man kann bei uns leider nicht ausprobieren, ob sich ein Hund mit dem Welpen verträgt. Es bringt nichts, seinen Hund der sicher durch die anderen Hunde des Züchters recht nervös ist, mit den quirligen verspielten Welpen zusammenzubringen, denn Welpen vertragen sich mit jedem Hund.

Man fährt eigentlich nur mit wirklichem Kaufinteresse zu einem Züchter und nicht um am Wochenende einen Ausflug zu machen und sich die Zeit zu vertreiben. Man besucht besser nicht hintereinander gleich 5 oder 6 Züchter. Man kann dadurch Krankheiten Bakterien und Keime weitertragen, wovon der Züchter sicher nicht angetan ist, weil es das Leben der Welpen gefährdet.

Bei keinem Züchter ist es steril. Aber Keime und Viren welche die Hunde beim Züchter umgeben, sind diesen bekannt. Das Immunsystem ist auf diese Viren und Keime sozusagen bereits eingestellt und schützt die Hunde davor. Fremde Viren und Keime die durch Besuch eingeschleppt werden- auf Schuhen und an der Kleidung oder durch andere Hunde- kennt das Immunsystem der Züchterhunde eventuell noch nicht und es könnte zum Ausbruch von Erkrankungen beim Züchter kommen. Besonders Welpen sind da sehr gefährdet. Es gibt durchaus einige Viren die den Welpen den Tot bringen würden.

Auch Hunde die vom Züchter stammen der besucht werden soll, sollten später bei besuchen nicht mitgebracht werden, wenn der Züchter gerade Welpen hat. Es geht nicht darum, dass der Züchter plötzlich nicht mehr an seinem ehemals verkauften Hund interessiert ist, es geht darum, dass auch dieser Hunde Viren mitbringen kann, die bei Welpen zu Erkrankungen führen können. Auch wenn es keine tötlichen Erkrankungen sind, es reicht wenn man plötzlich 8 kranke Welpen medizinisch versorgen muss. Dieser zusätzliche Aufwand und vor allem die Angst die man aussteht, wenn ein Welpe oder schlimmer, der ganze Wurf erkrankt, wiegt die Freude über den Hundebesuch nicht auf.

Hunde zum Züchter mitzubringen ist leider immer ein Problem. Wir haben keine Zwinger, wenn uns also Menschen mit Hunden besuchen, müssen wir unsere Hunde teilweise ins Haus sperren, denn unser Rudel ist nicht vom Hundebesuch begeistert, besonders unsere Rüden haben keine Freude an fremden Rüden, die plötzlich in ihrem Zuhause antanzen.

Wir sehen nicht ein, warum unsere Hunde für einen Besuchstag ihren gewohnten Alltag unterbrechen müssen, nicht raus können wie sie wollen, damit die Besucherhunde sich frei bei uns bewegen können.
Wenn wir keine Welpen haben freuen wir uns immer über Besuch von lieben Freunden und Menschen. Aber am liebsten ist uns dann die welpenfreie Zeit.

Dieser Artikel geht nicht in eine bestimmte Richtung! Er ist nur an Menschen gerichtet, die diese Webseite finden, die sehen dass wir Welpen haben und mit Kind und Kegel ohne Voranmeldung vorbeikommen, nur um Welpen zu gucken. Bevorzugt an den Wochenenden. Und die ganz verdutzt sind wenn man sie nicht mit offenen Armen empfängt.

Vielen Dank für Ihr Verständnis

Quelltext: Elisabeth Stanze

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Weißt du eigentlich, wie viele Entbehrungen es kostet, Züchter zu sein?
Züchter zu sein bedeutet nicht nur süße Welpenfotos und Stolz auf schöne Hunde.
Es ist auch ein riesiges Meer an Verzicht – still und für Außenstehende oft unsichtbar.
🕰️ Zeit? „Frei“ gibt es nicht.
Wochenenden, Ausflüge, Urlaub – vergiss es. Selbst ein paar Stunden weg sind Luxus.
Du gehst nicht ins Kino, wenn Neugeborene in der Wurfkiste liegen.
Du schläfst nicht ruhig, wenn eine trächtige Hündin unruhig ist.
Du verlässt den Brutkasten nicht, wenn ein Welpe ums Überleben kämpft.
Zucht kennt keine Pause – hier zählt jede Minute.
💸 Geld? Eine nie endende Investition.
💰 Gute Hunde haben ihren Preis – und der ist hoch.
💰 Gesundheitstests, Gentests, Ausstellungen, Reisen, Futter, Nahrungsergänzung, Kaiserschnitt, Medikamente, Zubehör – das alles kostet Tausende.
💰 Einkommen? Manchmal ist keines da. Manchmal bleibt nur ein leeres Konto – oder sogar Schulden.
💔 Emotionen? Man lernt Geduld. Und man lernt, Schmerz auszuhalten.
➡️ Wenn ein Welpe in deinen Händen stirbt – und du nichts mehr tun kannst.
➡️ Wenn trotz aller Mühen eine Hündin ihre Welpen nicht austrägt.
➡️ Wenn du jemandem absagen musst, der „doch nur einen Hund“ will – weil du spürst, dass es kein gutes Zuhause wäre.
➡️ Wenn du alles gibst – und dafür Ablehnung, Neid oder Verleumdung erntest.
👩⚕️ Routine? Gibt es nicht. Du bist nicht nur Züchter, du bist auch:
🩺 Krankenschwester
🍼 Pflegemama
📖 Genetik-Nerd
📦 Logistiker
📷 Fotograf
🧹 Reinigungskraft
🧠 Psychologe
💬 Ansprechpartner – oft über Jahre hinweg
👨‍👩‍👧‍👦 Familie & Freunde? Das wird manchmal schwierig.
– „Wir können uns nicht treffen, meine Hündin bekommt gerade ihre Welpen.“
– „Ich komme nicht – die Kleinen haben Durchfall, ich muss bei ihnen bleiben.“
– „Nein, ich gebe sie nicht ab – das ist meine Verantwortung.“
Nicht jeder versteht das. Und nicht jeder bleibt.
❤️ Aber trotz allem – bleibt die Liebe.
Die Liebe zu den Tieren, zu ihrem Leben, zu ihrer Entwicklung.
Die Liebe, die dich zehnmal in der Nacht aufstehen lässt.
Die Liebe, die dich daran hindert, Abkürzungen zu nehmen.
Die Liebe, die dich erschöpft, aber gleichzeitig glücklich macht – wenn du siehst, wie gesund deine Kleinen aufwachsen.
🐶 Ein Züchter ist kein „Welpenverkäufer“.
Ein Züchter ist jemand, der seinen eigenen Komfort dem Wohl der Tiere unterordnet.
Der Liebe nicht in Geld aufrechnet.
Der zwischen Glück und Schmerz lebt – und trotzdem mit keinem anderen Leben tauschen würde.
❤️ Respektiere leidenschaftliche Züchter. Sie geben jeden Tag alles – auch wenn es kaum jemand sieht. ❤️
P.S.: Du darfst diesen Text gern teilen. Lass ihn hinaus in die Welt – denn Zucht bedeutet so viel mehr als nur süße Welpen. 💝
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